Wie man den richtigen Schalter auswählt: SPST, SPDT, DPST & DPDT erklärt
Ein praktischer Leitfaden zu Stangen und Überwürfen für Ihr Automobil- oder Schiffsprojekt
Sie möchten einen Schalter für Ihr neues Zubehör kaufen. Sie haben das perfekte Modell gefunden, aber dann sehen Sie sich die technischen Daten an: SPST, SPDT, DPST, DPDT… Ein wahrer Dschungel an Abkürzungen, der verwirrend und einschüchternd wirken kann.
Die Wahl des falschen Schaltertyps ist nicht nur eine Unannehmlichkeit – sie kann dazu führen, dass Ihr Projekt einfach nicht wie geplant funktioniert.
Dieser Leitfaden beseitigt diese Verwirrung. Wir erklären die Fachbegriffe „Pole“ und „Schaltungen“ anhand übersichtlicher Schaltpläne, damit Sie genau verstehen, was diese Schalter bewirken und den perfekten Schalter für Ihr Projekt auswählen können.

Was sind Schalterpole und Schaltstellungen?
Jeder Schalter wird durch diese beiden Konzepte definiert:
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Polzahl: Die Anzahl der separaten Stromkreise, die ein einzelner Schalter steuern kann. Einpolig (SP) steuert einen Stromkreis. Zweipolig (DP) steuert zwei separate, voneinander isolierte Stromkreise.
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Umschaltung: Die Anzahl der Ausgangspositionen, mit denen jeder Pol verbunden werden kann. Einfache Umschaltung (ST) entspricht einem einfachen Ein-/Ausschalter. Doppelte Umschaltung (DT) ermöglicht das Umschalten des Eingangs zwischen zwei verschiedenen Ausgängen.

SPST (Single Pole, Single Throw): Der grundlegende EIN/AUS-Schalter
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Was es ist: Der einfachste Schalter. Ein Eingang (einpolig), ein Ausgang (umschaltend). Er hat zwei Positionen: AN (verbunden) und AUS (getrennt).
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Ideal für: Ein einzelnes Gerät ein- und ausschalten.
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Häufige Anwendungsbereiche: Nebelscheinwerfer, Arbeitsscheinwerfer, Bilgepumpen, Lüfter.

SPST (Single Pole, Single Throw)
SPDT (Einpolig, Umschalter): Der A/B-Schalter
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Was es ist: Ein Eingang (Einzelpol), der weitergeleitet werden kann an zwei Verschiedene Ausgänge (Umschalter). Typischerweise drei Positionen: EIN-AUS-EIN oder EIN-EIN.
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Ideal für: Zwei Funktionen eines Geräts steuern oder eine Stromquelle zwischen zwei Geräten umschalten.
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Häufige Anwendungsbereiche: Umschalten zwischen Navigations- und Ankerlichtern, Steuern eines zweistufigen Ventilators.

SPDT (Einpol-Doppelumschalter)
DPST (Doppelpol, Ein-/Ausschalter): Der duale EIN/AUS-Schalter
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Was es ist: Dieser Schalter ist im Wesentlichen zwei separate SPST-Schalter Mechanisch mit einem einzigen Knopf verbunden. Es verfügt über zwei Eingänge und zwei Ausgänge.
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So funktioniert es: Beim Umlegen des Schalters werden gleichzeitig zwei unabhängige Stromkreise verbunden oder getrennt.
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Ideal für: Das Ein- und Ausschalten von zwei separaten Geräten mit einem einzigen Knopfdruck oder das vollständige Trennen eines einzelnen Geräts von der Stromversorgung.
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Häufige Anwendungsbereiche:
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Das gleichzeitige Umschalten der positiven (+) und negativen (-) Leitungen eines einzelnen Hochleistungsgeräts. Dies ist eine bewährte Methode in maritimen Anwendungen zur vollständigen Trennung und Gewährleistung der Sicherheit.
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Steuerung von zwei separaten Lichtgruppen (z. B. linke und rechte Rock-Lights) mit einem einzigen Schalter.
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DPST (Doppelstange, Einzelwurf)
DPDT (Doppelpol, Doppelumschalter): Der komplexe Regler
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Was es ist: Dies ist im Grunde genommen zwei separate SPDT-Schalter Es wird über einen einzigen Knopf gesteuert. Es verfügt über zwei Eingänge, und jeder Eingang kann auf zwei verschiedene Ausgänge geleitet werden.
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So funktioniert es: Die beiden Schaltkreise sind vollständig voneinander isoliert, was komplexe Steuerungsschemata ermöglicht.
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Ideal für: Anwendungen, bei denen zwei separate Stromkreise gleichzeitig gesteuert werden müssen, am bekanntesten zum Umkehren der Polarität eines Gleichstrommotors.
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Häufige Anwendungsbereiche:
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Umkehrung eines Gleichstrommotors: Durch Umlegen des Schalters werden die positiven und negativen Anschlüsse des Motors umgekehrt, wodurch er sich in die entgegengesetzte Richtung dreht (für Winden, Trimmklappen, Linearantriebe).
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DPDT (Doppelstange, Doppelwurf)
Ein entscheidendes Detail: Dauerschalter vs. Taster
Neben Stangen und Würfen gibt es noch einen weiteren entscheidenden Unterschied:
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Gepflegt: Der Schalter bleibt in der gewählten Position. Stellen Sie sich einen Scheinwerferschalter vor – Sie schalten ihn ein, und er bleibt an. Die meisten SPST-, SPDT- und DPDT-Schalter sind beständig.
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Momentan: Der Schalter bleibt nur so lange aktiv, wie er gedrückt wird. Sobald man ihn loslässt, springt er in seine Ausgangsposition zurück. Dies wird oft durch Klammern angezeigt, wie zum Beispiel: (EIN)-AUS .
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Häufige Anwendungsbereiche für Momentanwerte: Hupen, Motorstarter, Seilwindensteuerung.
So wählen Sie richtig aus: Eine kurze Übersicht
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Benötigen Sie eine einfache Ein-/Ausschaltfunktion für ein Gerät? -> SPST
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Ein Gerät zwischen zwei Modi umschalten? -> SPDT
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Muss ein Gerät durch gleichzeitiges Umschalten von (+) und (-) vollständig isoliert werden? -> DPST
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Müssen Sie zwei separate Geräte mit einer einzigen Ein-/Ausschaltfunktion steuern? -> DPST
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Die Drehrichtung eines Motors umkehren? -> DPDT
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Sie müssen zwei separate Stromkreise mit jeweils zwei Optionen über einen einzigen Knopf steuern? -> DPDT
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Soll es nur aktiviert werden, solange Sie es gedrückt halten? -> Momentan
Fazit: Kaufen Sie mit Vertrauen
SPST, SPDT, DPST und DPDT sind keine verwirrenden Abkürzungen mehr. Sie beschreiben einfach die Funktion eines Schalters. Da Sie die Spezifikationen nun professionell lesen können, finden Sie die passende Schalterfunktion für Ihr Projekt. Im letzten Schritt wählen Sie den Stil, der zu Ihrer Anwendung und Ihrem Dashboard passt.
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Kippschalter Die moderne Wahl für Dashboards, erhältlich in allen Konfigurationen.
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Kippschalter Für ein klassisches, robustes und angenehmes Tastgefühl.
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Drucktaster Ideal für kurzzeitige Funktionen wie Hupen, Anlasser oder kompakte Anwendungen.
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Wippschalterfelder Die perfekte Komplettlösung für Projekte, die mehrere Steuerungen erfordern.
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Zündschaltertafeln Für benutzerdefinierte Startsequenzen und die Steuerung von Zubehör.
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